zeigt Wohnmobilplätze schattig unter Bäumen - Camping la Source

 

 

Ein Wohnmobil mieten – wie geht denn sowas?

 

 

Sehr oft höre ich von Lesern, Freunden und Bekannten, dass sie auch gerne mal mit einem Wohnmobil durch die Gegend cruisen würden. Viele dieser Leute wissen nicht, wie und wo man am Besten mal so ein Fahrzeug mietet, andere haben Angst vor den Kosten, den Kosten die „danach“ noch auf sie zukommen könnten und grundsätzlich auch Angst vorm Schlafen in so einer „Behausung“, vorm frei stehen sowieso.

Es gibt so ein paar Fragen welche mir immer wieder gestellt werden, wenn Leser mich auf mein Hobby, das Reisen mit dem Wohnmobil, ansprechen. Ich habe diesen Blogpost verfasst um Euch die Angst vor einem Mietfahrzeug und dem Campen Allgemein zu nehmen und Euch eine „Liste“ an die Hand zu geben, damit Ihr das richtige Fahrzeug für Eure Bedürfnisse findet. Denn eigentlich sollte dieses Leben JEDER einmal ausprobiert haben. Es ist unkonventionell, erholsam und anders. Deshalb ist es für mich gerade so reizvoll.

Die mir am meisten gestellte Frage ist, ob ich denn inzwischen Vollzeit blogge oder wenn nicht, wieso ich so viel Urlaub habe.

Also nein, ich blogge leider (noch) nicht Vollzeit und ich habe auch nicht mehr Urlaub als andere Menschen. Ich teile einfach nur anders ein und bin flexibler, da unser Urlaubsdomizil ja immer gepackt um die Ecke steht. Da wirkt vielleicht jede Wochenendtour direkt wie eine Urlaubsfahrt.

Die zweite, tausendmal gestellte Frage ist: Ist das nicht kalt?

Nein, ist es nicht, auch nicht im Winter. Wir haben einen super gut isolierten Phoenix, da ist es mir persönlich im Winter fast zu warm.

Dann ist da noch der Satz, um den es in meinem heutigen blog post gehen soll: Ich würde ja auch gerne mal mit so einem Wohnmobil durch die Gegend cruisen, wie geht das eigentlich? Wo und wie mietet man denn so etwas?

Anscheinend bist Du ja auch an dieser Frage interessiert und deshalb hier gelandet. Darum starte ich jetzt und biete Dir hier alle relevanten Informationen rund ums Thema Wohnmobil mieten.

 

 Wie findest Du ein Fahrzeug in der Nähe Deines Wohnorts?

 

Deine erste Wahl könnte ein Wohnmobil Händler an Deinem Wohnort oder in der Nähe sein. Es ist immer gut, Unternehmen vor Ort zu unterstützen und man hat auch schneller offene Fragen geklärt, kann öfter mal hinfahren und sich mehrmals mal vor Ort umsehen um das passende Fahrzeug zu finden. Ortsansässige Händler sind natürlich auch daran interessiert, dass ihre Kunden durchaus zufrieden sind und gerne wieder mieten kommen.

Im Internet finden sich aber auch diverse „Vermieterketten“ wie Hymer-Rent, Mc Rent, DRM oder die  Händlergemeinschaft Intercaravaning. Einen direkten Preisvergleich diverser Anbieter in Eurer Region bietet zum Besipiel erento

Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit den Privatvermieter – Plattformen Yescapa &  paulcamper gemacht. Hier bekommt Ihr nicht nur neuwertige Fahrzeuge, sondern nutzt wirklich private Fahrzeuge von echten Campern für Euren Urlaub. Diese Fahrzeuge sind oftmals günstiger als geschäftlich vermietete Fahrzeuge und meist voll ausgestattet. Dazu später mehr.

Wer auf jeden Fall seinen vierbeinigen Freund dabei haben möchte, kann auch direkt mal auf die Seite von Detlef Scheer & Hubert Lechner gehen. Mit einem DOG CAMPER von Detlef Scheer war ich selbst schon unterwegs und auch die  WAU -Mobile  sind für die Vermietung von Tierfreunden konzipiert und sehr gut durchdacht. Das WAU-Mobil Konzept ist bundesweit zu finden und umfasst die verschiedensten Modelle, vom Kastenwagen bis zum Luxusmobil.

 

Wer darf mieten?

 

Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen beträgt das Mindestalter des mietenden Urlaubers 21 Jahre. Möchte man ein schwereres, größeres Mobil mieten, geht das bei den meisten Vermiet-Plattformen erst ab 25 Jahren.

Klar, man sollte einen entsprechenden Führerschein besitzen und auch einen Personalausweis/Reisepass dabei haben.

Die aktuelle Führerscheinklasse C1 schreibt vor, dass man damit maximal 3,5 Tonnen mieten darf. Üblicherweise wird eine Kauton von 500€ bis 1000€ hinterlegt.

 

Auf welche Kosten muss man sich einrichten?

 

Die Preise variieren natürlich stark, je nach Größe und Komfort des Fahrzeuges und selbstverständlich auch nach Saison. Die großen Vermieter Plattformen unterteilen ihre Preis -und Größenklassen  meist nach:

  • Campingbus-Größe
  • Mittelgroße teilintegrierte Fahrzeuge
  • Große integrierte Fahrzeuge
  • Reisezeit

Man darf auch den Aspekt Inklusivkilometer bei der Suche nach dem richtigen Mobil nicht vernachlässigen. Oftmals findet man Kilometerlimits pro Tag von 250km – 300km. Wenn man vorhat, die meiste Zeit am Urlaubsort nur auf dem Stellplatz oder Campingplatz zu verbringen, sollte dies kein Problem darstellen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Menschen überwiegend, wenn sie dann schon mal ein Mobil mieten, auch viel sehen wollen und viel unterwegs sein möchten.

Lasst Euch sagen: Nehmt Euch nicht zu viel Strecke vor. Jeden Tag in einem anderen Ort, auf einem anderen Campingplatz – das ist anstrengend und hat mit Erholungsurlaub nicht so richtig viel zu tun. Man unterschätzt schnell, dass es doch anstrengend ist, diese großen Fahrzeuge zu bewegen und auch das Gewöhnen an eine täglich neue Umgebung, trägt nicht gerade zur Entspannung bei. Auch hier gilt, wie so oft im Leben, ausgewogen und ausgeglichen ist am besten.

Auf welche Nebenkosten muss ich mich sonst noch einstellen?

Es werden ganz sicher Bearbeitungs- und Reinigungs-Pauschalen auf euch zukommen. (Hatten wir bei unserem paulcamper Vermieter nicht)

 

Preisbeispiele / Stand Januar 2016

 

Mc Rent VW California / Preis pro Tag:

Sparsaison: 67€

Nebensaison: 73€

Zwischen-Saison: 93€

Haupt-Saison: 120€

Servicepauschale (einmalig) 99€

Mc Rent Alkoven / 6 Schlafplätze / pro Tag:

Sparsaison: 97€

Nebensaison: 114€

Zwischen-Saison: 134€

Haupt-Saison: 160€

Servicepauschale (einmalig) 129€

Mc Rent Teilintegriert / 4 Schlafplätze / pro Tag:

Sparsaison: 76€

Nebensaison: 89€

Zwischen-Saison: 111€

Haupt-Saison: 135€

Servicepauschale (einmalig) 129€

Mc Rent Premium Class über 3,5 Tonnen / 6 Schlafplätze / pro Tag:

Sparsaison: 115€

Nebensaison: 132€

Zwischen-Saison: 164€

Haupt-Saison: 187€

Servicepauschale (einmalig) 145€

 

Welches ist eigentlich das richtige Wohnmobil für meine Reise?

 

Ihr solltet Euch dazu vorab wirklich Gedanken machen.

 

Punkt 1: Wie viele Personen sollen mitreisen?

 

Seit Ihr als Familie unterwegs, also beispielsweise zu viert, dann fällt ein kleiner Kastenwagen für Euch schon flach, denn es müssen mindestens 4 Schlafplätze vorhanden sein.

Seit Ihr aber nur zu zweit, habt Ihr ja alle Möglichkeiten und könnt Euer Fahrzeug an die Tour und Euer Budget anpassen.

 

Beispiel:

 

Ihr seit cool drauf und Eure erste Campingtour soll auf einen Campingplatz zum Skifahren gehen. Dann nehmt Ihr natürlich ein größeres Mobil, optimaler Weise mit Fußbodenheizung und Alkoven, damit habt ihr die beste Platzausbeute und Kälteisolierung.

Wollt Ihr aber, so wie Franka und ich, eine Rundreise durch verwinkelte frz. Örtchen, griechische Dörfer, italienische Küstenorte oder eine Tour an Portugals entlegene Surf – Hotspots machen, dann ist ein kleineres, wendigeres und schnelleres Mobil von Vorteil.

 

Punkt 2: Sind überwiegend Campingplätze geplant oder wollt Ihr zum Beispiel die meiste Zeit mit den Surfern am Strand frei stehen?

 

Dann solltet Ihr darauf achten, dass ihr optimal ausgestattet seit. Ein VW California ist sicherlich eine coole Sache, aber ohne Dusche und Toilette an Board, bedeutet das für Euch eingeschränkte Mobilität (geradeaus gesagt: in den Wald sch…) Will man das?

Für´s frei stehen ist für mich eine gute Solaranlage eigentlich ein Muss, ebenso genügend große Wassertanks (Toilette, Dusche, Küche)

Klar, es geht auch ohne, ich sehe das jedes Jahr zur Genüge an Portugals Stränden. Man kann ohne jeglichen Komfort einen wirklich geilen Urlaub dort verbringen, aber man muss wissen, worauf man sich da einlässt. Habt Ihr überwiegend Campingplätze geplant, werdet Ihr wahrscheinlich in den Badehäusern duschen gehen und permanent am Stromnetz sein. Dann sind große Wassertanks und Solar auf dem Dach nicht unbedingt notwendig.

 

Punkt 3: Was nehme ich denn alles so mit?

 

Wenn Ihr viel sperriges Gepäck dabei habt (Surfbretter, Fahrräder, Motorroller) sollte das Mobil über eine entsprechend große Heckgarage verfügen. Oder einen Fahrradträger, eine Motorradbühne… Man kann, an den meisten Campingplätzen und Orten Fahrräder oder Mofas mieten, es tut nicht unbedingt Not, immer alles mitzuschleppen. Ist es euer Hobby und Ihr fahrt mit dem Womo irgendwohin um Radurlaub zu machen (Provence, Loire, Algarve…), dann nimmt man natürlich sein eigenes Rad mit, das ist ja eigentlich auch schnell am Womo befestigt. Also, bitte sicher stellen, dass das gewünschte Mobil einen Fahrradträger hat.

 

Punkt 4: Welche Aufteilung brauche ich?

 

Es gibt Camper, die stehen total auf Einzelbetten, andere lieben das kuschelige Gefühl eines Doppelbettes im Heck oder im Alkoven, andere brauchen eine Tür dazwischen, weil ein Partner schnarcht. Das sind rein persönliche Empfindungen und die Vorlieben entwickeln sich auch mit der Zeit. Wenn mir mal jemand gesagt hätte, dass ich mal einen Alkoven fahre, den hätte ich ausgelacht. So wie wir momentan unterwegs sind, würde ich diesen aber gegen keinen anderen Grundriss eintauschen wollen.

Klar ist, wenn Kinder dabei sind, sollte es die Möglichkeit geben, diese abends schlafen zu legen und sich dennoch im Mobil bewegen zu können. Da gibt es diverse Alkoven Grundrisse, die mit Zwischentüren ausgestattet sind und neuerdings auch etliche integrierte Modelle. Nach Eurer ersten Reise wisst Ihr ganz genau, ob Ihr richtig gewählt habt, oder wie Euer optimaler Grundriss bei der nächsten Reise sein soll.

 

Was ist denn eigentlich so drin, in einem Wohnmobil?

 

Ich lasse jetzt die Campingbusse mal außen vor und gehe davon aus, dass Ihr des Komforts wegen, ein voll ausgestattetes Wohnmobil mieten wollt.

Euer Fahrzeug wird neben der passenden Anzahl an Betten eine Sitzgruppe haben, einen Gasherd, einen Kühlschrank, einen Fernseher mit Sat Antenne (nicht bei jedem Vermieter – vorher bitte abklären), ein voll ausgestattetes Badezimmer (Toilette, Dusche), Frischwasser & Abwassertanks, wenn Ihr Glück habt Solarpaneele auf dem Dach und eine Klimaanlage. Das ist eigentlich auch alles, was man für einen unglaublich geilen Urlaub am Meer oder in den Bergen benötigt.

 

 Was muss ich mitnehmen/Gepäck – was ist drin

 

Das ist wirklich von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Deshalb müsst Ihr das auch unbedingt abklären. Ihr müsst also nachfragen, ob die folgenden Dinge enthalten sind, oder von Euch mitgebracht oder dazu gebucht werden müssen:

  • Küchenausstattung – Geschirr, Besteck etc.
  • Koch/Grundausstattung: Pfeffer, Salz, Öl…
  • Toilettenchemie / bringt Euch bitte eine Packung Einweghandschuhe mit um die Toiletten zu entleeren. Die Servicestationen sind nicht unbedingt hygienisch, d.h. da will man nicht unbedingt den Wasserhahn mit bloßen Händen anfassen…
  • Mikropur – zur Wasserdesinfektion
  • Wasserschlauch
  • Kabeltrommel
  • Campingmöbel

Eigenes Bettzeug wird eigentlich immer von zu Hause mitgebracht.

Ganz wichtig: eine gute Taschenlampe. In der Wildnis ist es schon mal ordentlich dunkel.

 

Wie belade ich so ein Mobil denn richtig?

 

Alle schweren Sachen kommen nach unten in die Stauboxen. (Konserven, Getränke, Werkzeug…)

Verstaut Euer Geschirr so, dass es während der Fahrt nicht klappert. Falls doch, habt genügend Küchenrolle dabei und arbeitet beim ersten Stopp noch mal nach.

Ihr dürft während der Fahrt gar nichts draussen stehen lassen.

Versichert Euch vor jeder Abfahrt, dass alle Schränke verschlossen sind, vor allem der Kühlschrank !!!

 

Wie teuer sind denn Übernachtungen?

 

Auch das ist recht umfangreich und kann nicht in einem Satz abgehandelt werden. Es gibt gewaltige Unterschiede zwischen Stellplätzen und Campingplätzen. Campingplätze sind normalerweise teurer, weil Sie Duschhäuser & Infrastruktur anbieten. Ich habe in Frankreich schon auf tollen Naturcampingplätzen direkt am Fluss für nur 10€ die Nacht gewohnt. Die sanitären Anlagen waren in Ordnung und vom Luxusmobil bis zum Zelt war alles vorhanden. Ihr könnt aber auch auf Luxusplätzen mit Sauna & Pool stehen und da sind 50€ pro Fahrzeug pro Nacht nicht ungewöhnlich. Teurer geht es auch noch beim Wintercamping, wenn Ihr einen Platz mit eigenem Badezimmer anfahrt.

Einfacher und günstiger sind Stellplätze. Die beginnen schon mal bei 5€ für 24 Stunden ohne Wasser/Strom. Das muss dann zugekauft werden. In Mimizan bezahlen wir zum Beispiel, je nach Saison, 9€ oder 12€ mit Strom und Wasser. In Le Touquet Paris Plage zahlen wir 12€ für 24 Stunden ohne Strom & Wasser. Da sollte man sich vorab ordentlich informieren, hier habe ich mal ein paar meiner liebsten Plätze aufgeführt.

An vielen Stellplätzen kauft man Strom und Wasser extra über Münzen, meistens 2€ Stücke. Wir haben immer eine Rolle 2€ Stücke dabei. Die Parkgebühren zahlt man meist per EC Karte.

 

Ihr habt viele Fähren geplant?

 

Dann solltet Ihr Euch ein möglichst kurzes Mobil mieten. Es gibt etliche Alkoven Modelle, in denen Ihr dann trotzdem noch genug Platz habt.

Ab 6 Meter Länge verlangen die meisten Fähren Zuschläge.

 

Dürfen Hunde grundsätzlich mitreisen?

 

Auch das hängt von Eurem Vermieter ab. Das solltet Ihr unbedingt vorher abfragen. Oftmals fallen höhere Reinigungskosten an. Bisher hatte ich noch nie Probleme auf Campingplätzen mit Hund. Sogenannte Kampfhunde stellen da sicher eine Ausnahme dar. Habt Ihr diese Listenhunde in Eurer Familie, solltet Ihr überwiegend das Übernachten auf Stellplätzen einplanen, das wird Euch den Aufenthalt erleichtern.

 

Kann denn jeder so einen großen Wagen fahren?

 

Nun ja, mit dieser Frage muss man sehr in sich gehen. Klar ist, diese Fahrzeuge verhalten sich komplett anders.  Das absolute Zauberwort für das Fahren eines Wohnmobils lautet: ABSTAND ABSTAND ABSTAND.

Ihr werdet etwas Zeit brauchen, um Euch an die Breite zu gewöhnen. Der Bremsweg ist wesentlich länger, beachtet dies von Anfang an. Auch der Kurvenradius ist ungewohnt. Habt Ihr einen Parkplatz in Eurer Nähe, auf dem Ihr ein bisschen üben könnt?

Besprecht Euch in aller Ruhe mit Eurem Beifahrer und macht Euch eindeutige Zeichen aus, für den Fall, dass Ihr Euch einweisen lasst. Probiert aus wie Ihr wo stehen müsst, damit der Fahrer Euch beim Einweisen sieht. Rangiert den Wagen langsam und bedächtig und bewahrt die Ruhe, auch wenn es mal hektisch wird. Es haben mehr Menschen Verständnis für Eure Situation, als Ihr denkt. Und wenn nicht, was soll´s ? Ihr seit ja schließlich im Urlaub und nicht auf der Flucht.

 

Freies Campen / frei stehen

 

Einmaliges Übernachten zum Wiederherstellen der Fahrtüchtigkeit ist dort erlaubt wo es nicht explizit verboten ist – Zeitraum bis zu 10 Stunden. Ihr dürft kein Campingverhalten zeigen, also keine Stühle, Tische, Liegen raus stellen. Informiert Euch entsprechend für Euer geplantes Reiseland.

Von Übernachtungen an Autobahnraststätten bzw. Parkplätzen entlang jeglicher Autobahnen wird dringend abgeraten! Vor allem in der Dunkelheit ist dies nicht zu empfehlen.

Wenn wir uns unsicher sind bleibt immer einer am Wohnmobil.

Beispiele:

  • Supermarkt Coté Azur
  • Raststätte nähe Barcelona, Paris, Marseille, etc.
  • Aufbautür stets abschließen, auch an Tankstellen wenn einer im Fahrerhaus bleibt während der andere zahlt

 

Übergabeprotokoll

 

Prüft bitte bei der Fahrzeugübergabe genau, ob alle zugesagten Extras mit an Bord sind. Im detaillierten Übergabeprotokoll werden neben dem Zubehör auch etwaige Gebrauchsspuren, Kratzer oder Mängel am Mobil festgehalten, um bei der Rückgabe des Reisemobils auf der sicheren Seite zu sein.

Aufpassen: Wenn dort ein Mangel nicht dokumentiert wird, könnte der Schaden im Zweifel in Rechnung gestellt werden, obwohl Ihr ihn nicht verursacht haben. Ihr kennt das vom Mietwagen mieten, es ist die gleiche Vorgehensweise.

Wichtig: Wenn der Wohnraum blitzblank in Empfang genommen wird, muss das Mobil auch vollständig geputzt wieder zurückgegeben werden. Anderenfalls droht Euch eine Reinigungsgebühr.

 

Praktische Tipps:

 

Das Control Board

 

Der Blick auf das Control Board ist enorm wichtig. Hier erfahrt Ihr alles wichtige über die Ladestände der Starter- und Bordbatterie als auch die Füllstände von Frisch- und Abwassertanks. Zudem lässt sich über das zentrale Kontrollsystem auch die Stromversorgung für den Wohnbereich einfach an- und abschalten und die Heizungs- und Boiler-Temperatur via Drehregler bequem einstellen. Euer Vermieter wird Euch da ordentlich einweisen, das Control Board zu verstehen ist kein Hexenwerk.

 

Gasflaschen

 

Die Gasflaschen sind untergebracht in einem nach innen abgedichteten und von außen abschließbaren Fach. Dort lagern die Gasflaschen sicher und autark. Sowohl deren Anschlüsse als auch deren Fülldruck sollten vor jeder Abfahrt kontrolliert werden.

 

Toilette

 

Die Toilettenkassette ist durch einen Schieber vom Innenraum getrennt. Dieses Fach befindet sich unter der WC-Schüssel im Zwischenboden. Vor der Reise sollten in diese Kassette zersetzungs-beschleunigende und geruchshemmende Chemikalien eingefüllt werden. Die Entleerung erfolgt an ausgewiesenen Stationen entweder per Ablassventil oder bei Kassetten auch manuell.

 

Kühlschrank

 

Die neueren Wohnmobilmodelle verfügen über eine Energie-Automatik. Seit Ihr unterwegs, wird Euer Kühlschrank über die Bordbatterie gekühlt. Vor Ort könnt Ihr wählen, ob Ihr weiter über Batterie oder Gas kühlen wollt. Der Kühlschrank sollte vor Fahrtantritt herunter gekühlt werden, damit Eure Lebensmittel keinen Schaden nehmen.

 

Nicht ohne meinen Zettel!!!

 

Ich weiß gar nicht, wieviele Jahre wir mit diesem Zettel durch die Gegend gefahren sind. Auf jeden Fall lange. Für Euch Neulinge ist er ungemein wichtig.

Legt Ihn Euch auf das Armaturenbrett und nehmt direkt ein DIN-A4 Blatt, Ihr werdet es brauchen und oft drauf schauen.

 

Was drauf stehen muss:

Höhe des Fahrzeuges mit Antenne !!! (wegen der Brücken)

Breite des Fahrzeuges

Kühlschrank zu?

Stromkabel ab?

Hubstützen weg? (Wenn Ihr welche habt)

Gasflasche zu?

 

Was muss man für den Start einkaufen?

 

Löslicher Kaffee

 

Eure Kaffeemaschine läuft nur, wenn Ihr am Stromnetz seit (oder einen fetten Konverter an Board habt – bei Mietmobilen meist nie). Das heißt, wenn Ihr unterwegs am Feldrand ein Picknick macht, läuft die Maschine nicht. Dann macht Ihr Euch auf klassische Art einen löslichen Kaffe oder einen Espresso auf dem Herd.

 

Kühlschrank gefüllt

 

Wir haben immer eine Grundausstattung Wurst, Käse und Getränke im Kühlschrank, für eben dieses Picknick am Feldrand

 

Wasserballons

 

Beim Türken kaufen wir immer so Wasserballons 2-5 Liter und benutzen dieses Wasser für Tee und Kaffee.

 

Vorgekocht

 

Für unsere Picknicks unterwegs haben wir oft vorgekochtes Essen dabei. Kartoffelsalat, Nudelsalat – dann schnell ein paar Würstchen heiß gemacht – das geht.

Nudelsoße – wenn man abends spät irgendwo ankommt müssen nur noch die Nudeln ins Wasser – geil.

Ich kenne Leute, die bereiten Aufläufe vor und schieben sie dann in den Ofen (wohl dem der einen hat)

 

Kartenmaterial

 

Holt Euch Camper-Kartenmaterial vom ADAC und checkt vor Reiseantritt die diversen Apps, die das Camperleben vereinfachen (Promobil, Park4Night…)

 

Campingführer/Stellplatzführer

 

Entweder seit Ihr klassisch unterwegs und kauft Euch die entsprechenden Bücher oder Ihr löst das über Apps. Die PRO MOBIL -Stellplatz App ist lebensnotwendig, wenn man eher so entspannt und unorganisiert unterwegs ist. Im Internet finden sich etliche Camping-Homepages, Umkreissuche klappt aber, soweit ich weiß, nur bei der PRO MOBIL App.

 

Vergünstigungen

 

Günstiger Übernachten kann man mit so Camping Cards wie:

ACSI

Camping Key

Camping Card

France Passion

Hier muss man sich einlesen und es sich ausrechnen, aber meistens hat man die Jahresgebühr relativ schnell wieder raus.

 

Ich hoffe Euch haben die Tipps gefallen und es ist eine umfangreiche Anleitung für Euch. Es würde mich freuen, wenn die Fragezeichen in Euren Augen etwas kleiner geworden sind.

 

 

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Love & Peace – Doreen

 

4 Kommentare
  1. Viktoria Maisner sagte:

    Hallo zusammen,
    vielen lieben Dank für diesen spannenden und informativen Beitrag zum Thema Wohnmobil mieten. Wir haben in diesem Sommer aus ein Wohnmobil gemietet, allerdings ohne integriertem WC. Das WC haben wir uns bei einer WC Vermietung gemietet, damit waren wir etwas unabhängiger.

    Antworten
    • Doreen sagte:

      Hallo Viktoria, na Hauptsache man hat ein WC dabei… man ist doch unabhängiger und kann auch mal über Nacht am Strand stehen bleiben. Ich hoffe, Ihr hattet eine gute Zeit. Liebe Grüße und danke für Deinen Kommentar

      Antworten
  2. Andreas und Sandra Irmer sagte:

    Das gefällt mir gut. Es entspricht unserem Konzept. Wir vermieten neu ab diesem Jahr. Mit persönlicher rund um die Uhr Erreichbarkeit. Wir lieben unsere Fahrzeuge (2016: 2 Carado T448 mit Hubbett für 2-4 Personen) und mögen unsere Mieter.
    Ausstattung der Womos : Fahrradträger, Markise, große Garage, auf Wunsch für Motorroller (überlegen wir noch), Klopapier, WC-Chemie, …
    Exclusivausstattung: GasTANKflasche (voll, PV)
    Gerne kannst du unsere Adresse weitergeben und künftig vielleicht sogar empfehlen

    Antworten
    • Doreen sagte:

      Hallo Ihr beiden, vielen Dank für Euren Kommentar und Euren Besuch hier. Ich schaue mir Eure Seite an und schreibe im Text etwas dazu. Es ist immer schön, wenn Menschen Ihre Womos zur Verfügung stellen. Dürfen bei Euch denn Hunde mitreisen?

      Antworten

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