Wir sind seit nunmehr 9 Jahren mit dem Wohnmobil unterwegs und besitzen inzwischen unser 3. Wohnmobil. Als wir mit dem Campen anfingen war für mich klar, ICH würde NIEMALS mit einem Alkoven durch die Welt tingeln. Viel zu „old fashioned“, viel zu behäbig, viel zu – was weiß ich.

Und nun? Bin ich mit einem Alkoven unterwegs und ich liebe es!

Heute weiß ich, WIE SCHWER es ist, das wirklich passende Womo zu finden. Zu Beginn einer Camperkarriere weiß man noch nicht wirklich, wie sich das Campingverhalten gestalten wird. Deshalb empfehle ich, die ersten 1-3 Mal die unterschiedlichsten Modelle zu mieten. So kann man ganz gut die Pro und Contras der verschiedenen Grundrisse am eigenen Urlaubsverhalten testen und weiß anschließend wesentlich besser Bescheid, als wenn man sich nur auf´s Hörensagen verlässt.

 

Welches Wohnmobil passt denn nun zu DIR?

 

Hier bekommst Du meine gratis – Checkliste für Newbies zum Ankreuzen und Auswerten. Weiter unten im Beitrag fibt es noch einen Link den Du ebenfalls gerne nutzen kannst. Zum downloaden und ausdrucken.

So, nun geht´s aber los mit den Fragen, die Du für Dich beantworten solltest.

 

Wohnmobil – Typ 1

✔ Du liebst es zu kochen und möchtest auch auf Reisen gerne das perfekte Menu zaubern

✔ Du hast gerne Gäste zum Essen und möchtest auch mit 6-8 Leuten noch bequem sitzen

✔ Du würdest am liebsten das ganze Jahr unterwegs sein und hältst Dich auch gerne mal drinnen auf

✔ Du brauchst eine bequeme Sitzecke, Couch & eventuell einen Arbeitsplatz imWomo

✔ Du hast Familie und Deine Kinder sollen auf jeder Reise dabei sein

✔ Deine eigene Toilette, Dein eigenes Badezimmer sind Dir heilig und ein Grund weshalb Du Dich für ein Womo interessierst

✔ Dir ist ein richtig bequemes Bett extrem wichtig, Du brauchst eine gute Matratze und willst nicht immer umbauen müssen wenn es Zeit zum Schlafengehen ist

✔ Da Du viel unterwegs sein wirst brauchst Du genügend Platz und wirst einigeDinge immer im Womo lassen, deshalb benötigst Du genügend Stauraum

✔ Es ist OK für Dich mit Deinem Womo nicht unbedingt jede noch so enge Straße passieren zu können, Du wirst eh Fahrräder oder einen Roller dabei haben wollen

 

Wohnmobil – Typ 2

✔ Im Urlaub möchtest Du nicht unbedingt kochen, Dir reichen 2 Kochplatten zum Frühstück zubereiten, Du machst höchstens mal ein paar Spiegeleier oder auch mal einen Salat

✔ Da Du überwiegend im Sommer unterwegs bist genügt Dir eine kleine Sitzecke, Du isst und lebst eh draußen

✔ Du begnügst Dich mit einem kleinen Tisch bei Regen oder bei eventuellen beruflichen Tätigkeiten im Womo

✔ Du bist überwiegend zu zweit oder alleine unterwegs, Kinder fahren nicht mit

✔ Dir genügt ein kleines Badezimmer, eine Toilette ist Dir wichtig, Duschen gehst Du aber überwiegend auf den Campingplätzen

✔ Du benötigst kein großes Doppelbett, Du bist mit 1,40 x 2,00 zufrieden und brauchst auch keine ausweich-Schlafmöglichkeit bei eventuellem Besuch/Mitfahrern

✔ Da Camping für Dich einfaches Leben bedeutet kannst Du auf große Staumöglichkeiten verzichten, Hauptsache das Surfboard und Dein Neopren passen rein, das Fahrrad kommt auf einen separaten Träger am Heck

✔ Du liebst es kleine verwinkelte Küstenstraßen zu nehmen, fährst gern „querfeldein“ und bist auf den Autobahnen gerne zügig unterweg

 

Du siehst dich  vorwiegend bei Typ 1 – großes Wohnmobil 

 

Wenn Du überwiegend bei TYP 1 „JA“ gedacht hast, dann bist Du einKandidat für ein großes Wohnmobil.

✩ Es gibt für Deine Bedürfnisse Alkoven-Mobile sowie voll-und teilintegrierte Mobile.

✩ Für Anfänger eignen sich Mobile bis 3,5 To – darüber hinaus (4,5 To. / 5,5 To. …) sollten nur erfahrene Personen führen

✩ In diesen Mobilen findest Du entweder ein Doppelbett im Alkoven und weitere Betten im Heck. Bei den Teil-und Vollintegrierten Modellen sind heutzutage Einzelbetten oder Doppelbetten im Heck Standard. Dazu gibt es oftmals noch ein Hubbett über dem Fahrerhaus (vollintegriert). Bei allen Modellen wirst Du die Tisch-Sitz-Kombination (Dinette) zu einem weiterenBett umbauen können.

✩ Die Küche ist groß genug für ein 3-Gänge Menu (wenn man sich gut organisiert)

✩ Im Badezimmer wirst Du bequem Duschen können

✩ Dein Fahrrad passt in den meisten Fällen in die Heckgarage

 

Vor – und Nachteile Womo Typ 1 

PLUS

+ Du kannst fast alles mitnehmen und musst auf NICHTS verzichten

+ Deine Betten sind immer aufgebaut und laden jederzeit zu einem Schläfchen ein

+ Deine Dinette (Sitzecke) ist groß genug um auch mal Nachbarn zum Wein und Abendessen einzuladen

+ Du musst nicht immer direkt ins Bett gehen um gemütlich zu lesen, fern zu schauen

+ An Regentagen steht man sich nicht ständig gegenseitig auf den Füßen

+ Kinder und Besucher sitzen während der Fahrt am Tisch, man kann sich die Zeit mit Gesellschaftsspielen und „Schnittchen schmieren“ vertreiben

 

MINUS

– An diese ungewohnte Größe muss man sich erst einmal gewöhnen

– Enge südländische Straßen bringen einen schon mal zum Schwitzen

– Die Höhe macht schon mal Probleme (Äste, Balkone, Brücken…)

– Sicher fährt man mit diesen Gefährten um die 100 km/h – schnell ankommen geht anders

 

Du siehst dich  vorwiegend bei Typ 2 – kleineres Wohnmobil 

 

✩ Wenn Du überwiegend bei TYP 2 „JA“ gedacht hast, dann bist Du ein Kandidat für ein kleineres Wohnmobil.

✩ Es gibt für Deine Bedürfnisse Kastenwagen und Kleinbusse, aber inzwischen auch kurze teilintegrierte (kurze) Mobile

✩ In einem Kastenwagen findest Du meist ein Doppelbett oder Einzelbetten im Heck . Ich war aber auch schon mit einem KaWa unterwegs, der im Heck eine Sitzecke hatte und darüber ein Hubbet – richtig toll!

✩ Die Dinette ist schmal und bietet bis 3 Personen Platz – arbeiten mit einem Laptop kann man daran aber auch

✩ Die Küche ist groß genug für normales Kochverhalten, meistens hast Du 2 Gasflammen, aber wenig Platz für Vorbereitungen

✩ Im Badezimmer wirst Du im Notfall Duschen können – der Wassertank ist ebenfalls begrenzter als in den größeren Womos

✩ Dein Fahrrad muss am Träger im Heck mitfahren, aber Dein Surfboard passt irgendwie von außen unter das Heckbett

 

Vor – und Nachteile Womo Typ 2 

PLUS

+ Mit Deinem Wohnmobil kommst Du wahrscheinlich in jedem noch so kleinen südländischen Dörfchen gut zurecht

+ An innerstädtischen Sehenswürdigkeiten Kirchen oder an Schlössern wirst Du gut in die PKW-Parkbuchten passen

+ Mautgebühren sind wesentlich günstiger als bei einem großen Mobil, ebenso Fähren

+ Dein kleines Mobil kann durchaus Dein Alltagsfahrzeug sein

 

MINUS

– Du hast wenig Wohnkomfort, zu zweit steht meist einer von beiden im Weg

– besonders an Regentagen problematisch

– Unterwegs Besuch bekommen und mitnehmen ist ab 3 Personen nahezu unmöglich

– In Campingbussen muss der Schlafplatz meist noch aus der Dinette umgebaut werden

– Campingbusse verfügen über gar keine eingebauten WC´s

 

Richtig großes Wohnmobil

❤  Wenn man sich für ein „richtig großes Wohnmobil“ entscheiden sollte empfehle ich auf jeden Fall Fahrpraxis mit einem kleineren Vorgänger. Oder der/die Fahrerin ist es gewohnt LKW´s zu steuern. Dann ist das sicher etwas anderes.

❤  Hier solltest Du wirklich damit rechnen, dass es ab und an Situationen geben wird, in denn Du eben nicht eine Ortschaft durchfahren kannst.

❤  Bedenke: oftmals sind Stellplätze zum Übernachten in wirklich kleinen Dörfern und die Zufahrtsstraßen sind nicht die breitesten

❤  Bedenke: Du bist stark eingeschränkt was die Geschwindigkeit betrifft (80-100km/h)

❤ Dennoch überwiegen für uns ja auch die Vorteile wie:

✔ Alles dabei haben zu können

✔ Bequem ein Motorrad transportieren zu dürfen

✔ Große Wasser-und Abwassertanks dabei zu haben

✔ Genug Solarplatten-Power für völlige Freiheit im Sommer

✔  Warmer Unterboden für Wintercamping

✔  Genug Platz für Gäste auch im Winter

✔  Genug Platz auf der Couch zum abhängen

 

Zusammenfassung

Nun, ich wünsche Dir einen klaren Kopf und ein gutes Händchen für Deinen Wohnmobilkauf. Höre ganz viel auf Dein Herz und laß´ Dich nicht überreden. Auf den Messen gibt es häufig „unschlagbare“ Angebote. Diese nützen Dir aber nicht viel, wenn Du Dich für das falsche Modell entschieden hast. Oberste Priorität, noch vor Preis & Look, hat die Aufteilung, Größe, Anordnung der Betten, Küche etc.

Stellt Euch lieber gemeinsam einmal eine Frage zu viel als zu wenig. Ich hoffe, meine Auflistung hilft Euch ein wenig bei der richtigen Wahl zum perfekten Wohnmobil!

 

 

Checkliste zum Downloaden:  Welches Wohnmobil passt zu Dir?

 

 

Du hast schon ein Fahrzeug in der engeren Auswahl und die erste Besichtigung steht bevor? Dann hol Dir meine Checkliste für Deinen Wohnmobilkauf!

 

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Ich wünsche Dir ganz viel Spaß auf Deinen Reisen, vielleicht sehen wir uns ja wieder auf social media? Folge mir doch auf Facebook, Instagram & Twitter

 

 

Peace & Love,

Doreen

 

2 Kommentare
  1. René sagte:

    Nie ein Alkoven? Ein Alkoven hat auch viele Vorteile, wie zb.: Man kann das Fahrerhaus abschliessen, gegen Kälte oder Hitze schützen, man hat viel Platz da oben um grosse Dinge zu verstauen. Ich möchte nie einen Integrierten zum Reisen genau wegen diesen Gründen.
    Im Winter brauche ich nur die Türe zum Fahrerhaus zu schliessen um den nicht isolierten Teil nicht Heizen zu müssen. Auch sind die Ersatzteile bedeutend günstiger an der Front bei Reparaturen. Eine Frontscheibe kostet bei mir 200.- und beim Integrierten gute 3000.-
    Ich kann sie zudem weil ich keine Versicherung habe, selber überall ersetzten. Alles hat seine Vor und Nachteile. Klar hat man mit Alkoven einen höheren Dieselverbrauch.

    Antworten
    • Doreen sagte:

      Hallo René, danke für Deinen Kommentar. Ich kann Deine Begeisterung für Alkoven Fahrzeuge gut verstehen, wir fahren ja selbst seit ein paar Jahren einen und ich würde jederzeit wieder dazu greifen. Für uns sind einfach die Wintertauglichkeit und die Platzausbeute im Alkoven unschlagbar gut. Liebe Grüße, Doreen

      Antworten

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