Mimizan Wohnmobile

Was einem unterwegs so alles begegnet…

Tanja von Takly on Tour hat uns Reiseblogger gefragt, was uns alles so an komischen Dingen passiert wenn wir mobil unterwegs sind. Ich brauchte da gar nicht lange zu überlegen, denn ich erinnere mich sehr oft an eine unserer Portugalreisen auf der uns quasi permanent völlig skurrile Menschen begegnet sind und wir sehr witzige Dinge erlebt haben. Irgendwie muss die Sonne – Mond  – Konstellation ganz besonders gewesen sein.

Deshalb kommen hier nun ein paar merkwürdige Begebenheiten aus meinem Camperleben.

 

1.) Auf dem Stellplatz über die Nachbarn reden

 

Angefangen hat alles in Frankreich, auf dem Stellplatz in Mimizan Plage. Wir kamen Samstag Abends an und wie immer im September an schönen Wochenenden ist der Platz knallvoll. Wir uns also rein gequetscht irgendwo – Sonntag Abend fahren eh die meisten Franzosen wieder heim, dann suchen wir uns einen besseren Platz. Es war spät als wir ankamen — wie immer eigentlich. Ausser Wasser rein in den Tank und Strom anschliessen haben wir nicht mehr viel draussen gemacht, aber unser Nachbar, ein deutscher Rentner irgendwo aus Brandenburg, schlich neugierig um unser Womo herum. Wir waren aber beide so müde, dass wir keine Lust auf Gespräche hatten. Noch schnell was gegessen und ab in´s Bett.

Am nächsten Morgen sitze ich vor dem Womo mit Kaffee und gucke so vor mich hin. Noch müde vom Stress der letzten Wochen. Carsten war mit dem Roller unterwegs, zum BERDOULET Baguette holen.

Irgendwie hinter mir, die Rentner aus Brandenburg – inzwischen waren es 4 von der Sorte. Da es ja so voll war, saßen sie hinter einem Ihrer Wohnmobile, hatten natürlich längst gefrühstückt und schauten in meine Richtung und … redeten über mich/uns … so, als wäre ich gar nicht anwesend.

„Trude, hast Du das mitbekommen heute Nacht, die jungen Leute sind aber spät angekommen.“ (Junge Leute – wir sind beide ab Mitte 40 und aufwärts)
„Ja Hermann, die sind  bestimmt den ganzen Weg durchgefahren. Schau doch mal, die kommen aus Düsseldorf“
„Ja Trude, wenn sie dann am Freitag nach der Arbeit los sind, oder auch erst Samstag morgen, dann brauchen die natürlich auch so lange.“
„Und schau mal Hermann, so ein großes Wohnmobil, da kommt man sicher nicht so schnell voran. Wieviele Personen sind das eigentlich?“
Hermann: „Also ich habe heute Nacht nur die Frau, den Hund und einen Mann gesehen.“
Trude: „Keine Kinder? Und dann so ein großes Wohnmobil?“
Andere Rentnerin: „Wo ist der Mann eigentlich?“
Hermann: „Der ist vorhin mit dem Roller weg. Ist aber schon was her. Habt ihr das nicht gehört? Der Roller ist doch total laut.“
Trude: „Haben die denn schon gefrühstückt?“
ICH: „Nein haben wir nicht, mein Freund ist gerade Baguette holen und wenn Sie nicht morgens schon so laut geschnattert hätten, hätten wir sicher noch länger geschlafen…“

Ruhe war…

 

2.) Besser nicht zu viel Alkohol wenn man ihn doch nicht verträgt

 

Nach dem Frühstück brachen die ersten Camper auf und wir „parkten um“. Nicht wegen der Rentner, sondern wegen der Pool-Position am Ende vom Stellplatz. Mit Blick aufs Wäldchen.

Neben uns ein nettes Ehepaar aus NRW. Wir kamen ins Gespräch. Er Metzger  & mein Carsten der Koch – da gab es direkt Gesprächsbedarf. Irgendwann, bei einer Tasse Kaffee, planten wir am Abend gemeinsam zu grillen und Carsten erzählte, dass er bei einem großen Lebensmittelkonzern einmal marokkanische Merguez Würste gekauft hatte, die geschmacklich ganz weit weg waren, von tatsächlicher Merguez. Carsten hatte sich darauf hin bei diesem Lebensmittelkonzern beschwert, aber nie eine Antwort bekommen. Lustiger Weise sagte unser Nachbar dann:

„Ja, diese E – Mail hatte ich mal im Postfach … Habe ich eigentlich geantwortet?“

Inzwischen war er nämlich in der Qualitätssicherung dieses Lebensmittelkonzerns tätig und da diese Beschwerde so ungewöhnlich war, konnte er sich genau erinnern.

Also war es da, das Thema Merguez. Die Männer sind los gerollert zum Metzger in Mimizan Plage und haben Merguez gekauft. Am Abend wurde dann der Grill angeworfen und wir hatten einen super netten Abend. Aber das war noch nicht alles. Unsere anderen Nachbarn, viele deutsche Camper, die wir seit etlichen Jahren kennen, hatten ebenfalls einen netten Grillabend. Ein englischer Camper, wohl auch immer um diese Jahreszeit in Mimizan, feierte Geburtstag. Wer die Engländer kennt weiß, dass sowas meist nicht sehr leise zugeht. Es wurde also gegrölt und gelacht und es lief ABBA bis zum Abwinken. Wir hatten auf die Entfernung so unseren Spaß mit den Feiernden. Schließlich war ich in meiner Jugend DER ABBA FAN! Endlich mal alte Songs hören, ohne das man blöde angeguckt wird  😉

Aber plötzlich stand sie da, die Katzentante von der anderen Seite des Platzes. Eine deutsche Camperin, welche die wild lebenden Katzen von Mimizan füttert. Dagegen ist ja nichts zu sagen, sie ist halt eine Tierfreundin. Aber irgendwie „strange“ ist sie doch. Sie grüßt eigentlich nie, ist eher immer muffelig. An diesem Abend nun der erste wirkliche Kontakt mit ihr, seit Jahren des Sehens auf diesem Platz während unserer etlichen Durchreisen.

Dieser Kontakt verlief so: Sie kam an unseren Tisch (wir aßen noch- es war wahrscheinlich gegen 22/23 Uhr) und zeigte mit der Hand auf die feiernde Meute.

„Ihr geht da jetzt mal rüber und sagt Euren FREUNDEN, dass sie jetzt ruhig sein sollen“.

Wir 4 uns so angeguckt. „Hä?“

Ich so: „Wie bitte?“

Antwort: „Ja, Sie haben mich schon verstanden. Gehen Sie mal da rüber und sagen Sie Ihren Freunden, dass sie leise sein sollen. Wir sind hier zu Gast in diesem Land und das ist mir ja peinlich vor den Franzosen!“

Carsten: „Also, erstens kenne ich die Camper kaum, zweitens stört mich die Party nicht und drittens, WARUM gehen Sie da nicht selber hin und sagen was Sie möchten?“

Die Katzentante: „Es sind doch schließlich IHRE FREUNDE!“

Nein – sind es nicht… Wie schon eingangs gesagt – wahrscheinlich eine schwierige Sonne – Mond – Konstellation dieser Tage…

Die Katzentante rauschte wieder ab, natürlich ohne rüber zu gehen und ohne ein Wort zu sagen.

Es war eine klimatisch wirklich sehr aussergewöhnliche Nacht. Wir konnten bis 2/3 Uhr draussen sitzen, kein Wind und total lau. Ende September ist das am Atlantik nicht mehr üblich. Deswegen ging die Engländer-Party auch entsprechend lange.

Und immer wieder ABBA: Honey, Honey – Kiss me – Honey, Honey 😆  Schön. Für mich. Nicht so für den Opa, der neben uns wohnte. Mit seiner Frau Hanni. Jetzt müsst ihr aufpassen. Honey, Honey & Hanni – das klingt ähnlich. Zumindest für einen älteren Herrn, der der englischen Sprache nicht mächtig ist, zu viel getrunken hat und den gesamten Abend schon meinte, irgendwer will seine Hanni küssen. Lustig? Eigentlich schon.

Irgendwann war der Opa so betrunken und schlecht gelaunt, dass er die Party verlies. Das er echt blau war erkannten wir daran, dass er ziemlich lang mit nacktem Hintern in der Tür seines Wohnmobils stand und irgendwas suchte. Alles war in unserem Blickfeld… Wie schon gesagt, direkt neben uns. Kurze Zeit später kam dann auch seine Frau Hanni von der Party zurück ins Wohnmobil. Wir saßen noch immer draussen. Am nächsten Tag kurierten alle ihren Rausch aus und mehr passierte eigentlich erst einmal nicht.

An Weihnachten rufe ich traditionell bei dem Opa und der Hanni aus Mimizan an. Ich freue mich ja auch immer, wenn ich Bekannte unterwegs treffe und versuche auch Kontakte zu halten. In diesem Jahr war es so, dass der Opa mir erzählte, dass seine Frau Hanni ihn verlassen hat. Er war der festen Meinung, dass sie ihn in dieser besagten Nacht in Mimizan —> Party – ABBA – Honey Honey Kiss Me Honey Honey – mit einem jungen Typen betrogen hat. Der Typ so Mitte 40, sie so Anfang 70.

Ich habe mit Engelszungen auf ihn eingeredet und gesagt, dass er total betrunken war und einfach alles nur falsch verstanden hat. Keiner wollte Hanni küssen – es ist nur ein Lied. Er glaubt mir bis heute nicht, dass sie kurz nach ihm ins Wohnmobil gekommen ist. Sie leben getrennt aufgrund von Missverständnissen, die durch zu hohen Alkoholkonsum zustande gekommen sind. Das ist skurril & tragisch zugleich und das ist im Grunde so unmöglich, dass es man sich nicht ausdenken kann. Monatelang, bis heute, beschuldigt er seine Frau des Betrugs und deshalb ist sie ausgezogen.

 

3.) Jahrelang nicht vor die Tür

 

Wir reisten aus Mimizan ab in Richtung Portugal und trafen in Sagres auf ein sehr nettes Berliner Pärchen, die im Camper unterwegs waren. Mit denen saßen wir auf dieser Reise oft zusammen und erzählten – wir haben ähnliche Interessen und sind bis heute befreundet.

Das Berliner Pärchen war zum ersten Mal in Sagres und wir fahren ja im Herbst eigentlich jedes Jahr dort hin.

Seit ein paar Saisons steht in Sagres auf dem Camping so ein riesiger Aufleger – Trailer aus England mit Slide-Out. Da das W-Lan vom Camping nicht bis an unsere Plätze reicht, trafen wir uns alle oft auf der Terrasse des Restaurants um ins Internet zu gehen. Die Berliner hatten einiges zu arbeiten und benötigten das WLAN dafür (sie waren schon so ca. 3 Monate unterwegs), ich für mein Facebook etc. und der Engländer-Vater (wir nennen die Eheleute Beavis & Butthead weil sie immer HardRock hören) benötigt das WLAN ebenfalls für seinen Job (er arbeitet online von Sagres aus, denke ich mal). Und dann war da ja noch der Beavis & Butthead – Sohn, der den ganzen Tag nichts anderes tat als im Trailer oder beim WLAN zu sitzen und World of Warcraft zu spielen. Man muss dazu sagen, dass die Engländer seit 2 oder 3 Jahren in Sagres auf dem Camping leben und bis heute keine Terrasse aufgebaut haben, oder mal einen Tisch draussen haben, etc.

Unsere Berliner Freundin war total beeindruckt davon, wie man so „drinnen“ leben kann. In so einer Gegend. Auf einem Campingplatz. Herr Butthead & Sohn immer nur headbangend mit HardRock & World of Warcraft. Mir war zu dem Zeitpunkt gar nicht bewusst, dass sie (Berlinerin) bis dahin die Mutter (Mrs. Beavis) noch gar nicht zu Gesicht bekommen hatte. Also, nach so ca. 8 Wochen auf dem Camping in Sagres, in Sichtweite zum Beavis & Butthead – Trailer.

Wir hatten plötzlich einen Tag schwersten Regen. Mein Carsten war mit seinem Freund Andreas von Dromedario Sagres unterwegs in Lagos, die Berlinerin, Stui und ich hatten es uns in unserem Phoenix gemütlich gemacht und ihr Freund legte einen Chill – Tag im Camper ein. Plötzlich sagte sie zu mir:

„Weißt Du was Doreen, die Mutter ist angekommen.“

Ich so: „Welche Mutter?“

Sie: „Na die von den Engländern“.

Ich: „Wie jetzt ANGEKOMMEN?“

Sie: „Na ich habe sie heute gesehen“

Ich: „Ja normal, oder?“

Ernsthaft… Sie war nach 8 Wochen Nachbarschaft der Meinung, dass die Mutter gerade erst angekommen sei. Dabei ist die Mutter (Mrs. Beavis) von Anfang an mit in Sagres und von dieser Familie die Einzige, die überhaupt mal VOR dem Trailer sitzt.  Berlin und ich haben uns angeschaut und nicht mehr einbekommen vor Lachen! Wann immer ich heute mit meiner Berliner Freundin spreche fragen wir uns:

Sind Beavis & Butthead noch auf dem Platz und haben sie noch immer keine Terrasse?

Die Antwort lautet JA und NEIN. Ja, noch immer in Sagres und NEIN, keine Terrasse.

Nun denn, jeder wie er mag – aber skurril ist auch das allemal.

 

4.) Der Oberlehrer & ein weiteres Missverständnis

 

Auf unserer Rückreise wollte mir Carsten noch sein geliebtes Soulac-sur-Mer zeigen.

Wir haben also den Umweg auf uns genommen und sind hingefahren. Carsten hat in seiner frühen Jugend sehr viel Zeit dort verbracht. Sitzend am Meer. Und lernend für diverse Prüfungen.  Wir also hin und haben einen super schönen Campingplatz direkt am Meer gefunden. Relativ wenig besucht, aber die die da waren, waren Deutsche. Es gab noch einen Platz mit Meerblick und Stromanschluss, was ein Glück! Ein bisschen knifflig einzuparken, aber es ging. Bis wir alles ausgeräumt und aufgebaut hatten verging eine Weile und hey, wir standen direkt mit Meerblick und der Grill rauchte. Großartig!!!

Plötzlich kommt so ein typischer Deutscher Marke „Oberlehrer“ auf uns zu. Kommt näher und näher. Läuft direkt über unsere Terrasse… Bleibst stehen, guckt auf Carsten, guckt auf den Grill und sagt:

„Sie können hier nicht stehen bleiben. Das ist unser Rundweg mit den Hunden, hier gehen WIR ALLE LANG…“

Carsten: „Wenn Sie bitte von meiner Terrasse verschwinden würden…“

Er: „Sie sind wohl zum ersten Mal hier? Das ist unser Rundweg … bla bla blubb…“

Carsten und ich sind beide zur gleichen Zeit explodiert und naja – Rundweg war erst mal nicht mehr Rundweg sondern unsere Terrasse…

Am nächsten Morgen machte ich meine Hunderunde am Strand und traf auf einen nette Deutsche, die mit ihren 2 Hunden ein Mobilheim auf diesem Platz besitzt. Relativ nah an unserem derzeitigen Platz. Deshalb tranken wir dann auch irgendwie zusammen einen Kaffee. Vorher hatten Carsten und ich uns darüber unterhalten, wie viel Land sich das Meer so nimmt jedes Jahr und das wir wahrscheinlich im nächsten Jahr auf diesem Platz nicht mehr stehen können, weil er dann wohl nicht mehr existent sein wird. Also nicht der gesamte Campingplatz sondern unser „Rundweg-Platz“.

Die Dame erzählte uns nun wie froh sie über ihr Mobilheim ist und wie wohl sie sich hier fühlt mit ihren Hunden und das sie den gesamten Sommer hier verbringt und dann

Carsten: „Na dann hoffe ich mal, dass Sie noch lange was davon haben.“

Stille.

Sie: „Das ist jetzt aber nicht so nett“

Carsten: „Ja aber jetzt mal ehrlich, wenn man sich das mal so ANSCHAUT

Sie: „Bitte?“

Carsten: „Ja, wir haben uns gerade noch vorhin darüber unterhalten. Die Erosion ist ja der Wahnsinn hier. Diesen Platz gibt es ja bestimmt schon im nächsten Jahr nicht mehr und Ihr Mobilheim steht ja auch nicht mehr so weit weg von der Klippe. Können Sie es denn hier auf dem Platz umstellen?“

Sie: „Achso, ich dachte Sie meinen wegen meines Alters….“

LOL

 

Habt Ihr denn auch schon solche Dinge erlebt?

Dann schreibt sie doch kurz unten in die Kommentare, ich würde mich freuen!

 

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4 Kommentare
  1. peter koch sagte:

    was du da schreibst, kommt mir alles seeeeehr bekannt vor, sowas oder Ähnliches – insbesondere wenn es um Tratsch oder dergleichen geht, wird schon jeder mal erlebt haben. Ebenso skurrile Personen, die ein Verhalten pflegen, was für sie normal, für alle anderen aber zumindest seltsam anmutet…….

    nun mein Senf zu dieser Rubrik:

    ich war wochenlang in Südfrankreich, Mittelmeer, unterwegs, kurz vor den Pyrenäen. Es war so ein richtiger Sahnesommer mit allem, was man sich so wünscht: Wind zum Surfen, mal mehr, mal noch mehr, Sonne und laues Wetter, gute Freunde, eine schöne Zeit. Wie das so ist, muss man dann auch mal Wasser holen. Damals gab es zu dem Zweck noch eine VE-Station an der Nationalstrasse an einem Rastplatz in der Nähe eines großen Kreisverkehres. Dort eingetroffen bemerke ich ein älteres deutsches Ehepaar mit einem nagelneuen italienischen Granduca, Luxus billig pur! Es entwickelte sich ein Gespräch mit ihm,weil sie zunächst total geknickt und traurig im Hintergrund blieb. Er berichtete von seinem Arbeitsleben als Koch und dass er nun in Rente sei und nun mit einem neuen Wohnmobil auf Reisen seinen Lebensabend verbringen will. Irgendwann bemerkte ich dass sie sich immer raus hielt und fragte dann auch, ob „was wäre“, da ich über ein ausgeprägtes Helfersyndrom verfüge. Da polterte sie los: „so ein Mist, wochenlang nur Regen,der erste Tag heute, dass die Sonne mal scheint!“ Ich daraufhin:“Gut dass ihr dann hier angekommen seid, hier im Süden scheint schon seit Wochen die Sonne.“ Beide dann staunend“ wieso denn das, wir waren doch nur 50 Kilometer weiter weg von hier im Norden?“ — Er kannte offenbar nicht die örtlichen Verhältnisse hier direkt am Meer vor den Corbieren, wo der Wind und das Meer sowie der Dunst und Nebel das Kleinklima bestimmen. E war auf der dunkelen Seite und ist nie auf die Idee gekommen, sein Wohnmobil als mobiles Fahrzeug zu erkennen! Da warten sie am falschen Ort wochenlang auf Sonne und können mit einem langen Auge dieselbe im Süden sehen…….!
    Was es nicht alles gibt. Diesen beiden „blutigen Anfängern“ habe ich trotzdem Respekt gezollt, wie man so ein Wagnis auf sich nimmt, von jetzt auf sofort sein Leben umkrempelt und ein Abenteuer sucht. Aber: Der Schutzbrief machts möglich! So die einhellige selbstverständliche Meinung der beiden. Wir gingen freundlich auseinander und ich habe ihn später nochmal im Rheinland besucht, Wir haben da herzhaft über alles lachen können. Übrigens war er ein guter Koch…..

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    • Doreen sagte:

      Danke Peter für den schönen Beitrag! Das ist ja wirklich mal wieder eine Geschichte die das Leben schreibt. Auch so typisch, dass die Frau sich erstmal zurück hält. Wahrscheinlich hat sie seit Wochen gequängelt und sich nun nicht mehr getraut etwas zu sagen 🙂 Mir war aber, bis eben, dass Kleinklima bei den Corbieren auch nicht bewusst – wieder etwas dazu gelernt 🙂 Ich wünsche Dir & uns einen ebenso perfekten Sommer, mit Sonne, Wind und Wellen und hoffentlich der einen oder anderen netten Camper Geschichte.

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