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Wie Du erkennst, dass Dein Hund ❤ zu viel ⁂ Schnee gefressen hat

Schneefressen ist Programm

 

Der erste Schnee 2017

 

Endlich ist er da, der erste Schnee 2017. Was für eine Freude!

Zumindest für meinen 14 jährigen Terrier.

Die letzten Monate sind recht ruhig verlaufen. Stui wird langsam tüttelig.

Als wir im September in Richtung Sagres aufgebrochen sind, war mir etwas mulmig zumute. So legte er doch  inzwischen völlig neue, sichtbare  Verhaltensweisen an den Tag. Tüttelig eben.

In Portugal angekommen, war von seinem fortgeschrittenen Alter allerdings nichts mehr zu spüren. Er sauste über die Strände, Pfoten und Hund flogen mit einem Lächeln im Gesicht über den Sand.

Umso gespannter war ich nun, als diesen Winter der erste Schnee fiel.

Traditionell ist Stui ein absoluter Schnee-Junkie – würde es auch diesen Winter wieder so sein?

Wie erwartet lautet die Antwort natürlich: ja 🙂

Der „Alte“ ist nicht wieder zu erkennen.

Saust und düst über die Wiesen – komplett glücklich und jede Menge Flausen im Kopf.

 

So viel Freude – oder auch ein bisschen gefährlich?

 

So richtig schwierig finde ich Schnee eigentlich nicht, sofern man ein paar Dinge beachtet.

Zu Denken geben mir jedoch immer die Art und Weise wie wir Menschen mit Schnee umgehen, denn Streusalz und Split sind für unsere Hunde ja tatsächlich nicht gut zu vertragen. Man denke bitte auch daran, dass auf den Strassen derzeit auch Reste von Frostschutzmitteln zu finden sind. Diese sollten auf gar keinen Fall in den Hund geraten.

Sobald es in der Stadt geschneit hat, nehme ich mir die Zeit und fahre mit Stui raus auf´s Land in die Natur.

 

Es scheint mir sehr logisch, dass einige Tierärzte vorm „Schneefressen“ warnen, denn gerade der verunreinigte Schnee stellt häufig ein Problem für unsere Vierbeiner dar.

Die sogenannte Schnee-Gastritis ist also vorwiegend die Folge von Verunreinigungen durch Streusalz, Split und Schmutz.

 

Schnee Aufnahme begrenzen

 

Ein „normales“ in den Schnee beißen sollte eigentlich keinem Hund mit normaler Magen-Darm-Funktion schaden, denn im Magen angekommen, hat der Schnee meist schon Körpertemperatur.

Empfindliche Hunde würde ich gar nicht erst animieren mit der weißen Pracht zu interagieren. Mir persönlich fällt das sehr schwer, denn ich habe so einen Hund mit „empfindlichem“ Magen.

Versucht aber wenigstens auf „Schneeball werfen“ zu verzichten. Fang -und Suchspiele würde ich auch sehr begrenzen. Mit jedem, aus dem Schnee geholten „Bällchen“, kommen natürlich auch immer Schnee-Eisbrocken mit.

Ab und an sehe ich dann auch schon mal Hunde mit Maulkorb, dass scheint mir von Fall zu Fall sinnvoll.

 

Wie erkennst Du nun, dass Dein Hund zu viel Schnee gefressen hat?

 

  • Gestörtes Allgemeinbefinden
  • Lautes Magenrummeln / Gurgeln
  • Bauchschmerzen – feste Bauchdecke, reagiert empfindlich auf Berührungen
  • Erbrechen – oftmals nach Nahrungs -oder Wasseraufnahme
  • Fieber
  • Husten

 

Was ist bei einer wahrscheinlichen Schnee-Gastritis zu tun?

 

Der Hund sollte auf jeden Fall Ruhe haben. Kein Stress, keine Hektik.

Wenn Dein Hund es aushält, empfiehlt man ihn 1-2 Tage ohne Futter zu lassen,  um auch dem Magen Ruhe zu gönnen.

Der Hund sollte jedoch ausreichend trinken. Hier würde ich auch mal beruhigende Tee´s anbieten. Kamille, Fenchel, Kümmel sind gut. Der Tee sollte leicht lauwarm und weder zu heiß noch zu kalt sein (Zimmertemperatur).

Später kann man mit kleinen Essens-Portionen beginnen. Meine erste Wahl sind schön durchgekochte, schleimig-lauwarme Haferflocken. Sie werden in Wasser gekocht mit einem Stich Butter. Ich muss dazu sagen, Stui liebt diese Haferflocken stets und ständig. Es gab auch schon Situationen, in denen er so krank war, dass er nicht aus dem Körbchen hoch kam. Da bekam er seine geliebten Haferflocken im Liegen vom Löffelchen, was ihn sehr glücklich gemacht hat.

Nun bin ich mir bewusst, dass sicherlich die wenigsten Hunde Haferflocken mögen (ist das so?). Eine weitere gute Diät-Fütterung ist recht durchgekochter weißer Reis mit Hühnchen und/oder Hüttenkäse. Auch hier ist darauf zu achten, dass das Futter weder zu heiß noch zu kalt ist.

Zur Beruhigung kann zuzsätzlich Heilerde unter das Futter gegeben werden.

 

Medikamente

 

Ich persönlich verabreiche ungern Medikamente. Sollte der Hund sich allerdings nach 1-2 Tagen nicht besser fühlen, würde ich logischerweise einen Tierarzt aufsuchen und die dann wahrscheinliche verordneten Medikamente auch verabreichen.

 

Homöopathen empfehlen bei Gastritis die Gabe von Nux Vomica.

 

 

Sollte Dein Hund also nach einem dieser herrlichen Winterspaziergänge einmal diese Symptome zeigen, dann weißt Du jetzt, wie Du ihn mit Hausmittelchen wieder fit bekommst.

 

Ich wünsche Dir und Deinem Vierbeiner eine schöne Winterzeit!

 

Kennst Du schon mein Interview mit der Autorin & Bloggerin Katharina von der Leyen? Hier geht es zu meinem Interview mit ihr, einer der meist gelesenen Artikel auf she is on the road again.

 

 

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Love & Peace, Doreen 

 

 

4 Kommentare
  1. Nele
    Nele says:

    Na, dann kann ich ja froh sein, dass unsere nur Hasenköttel, trockene Blätter, Erde von Maulwurfshügeln und Moos frisst 😂 Nee, im Ernst: Zoe war auch total begeistert vom ersten Schnee ihres jungen Lebens und hat ihn und auch eine erhebliche Anzahl liegen gebliebenen Hagelkörner ausgiebig verkostet. Bisher noch ohne größere Probleme, aber da sie auch einen sensiblen Magen hat, speichere ich mir deine Tipps vorsichtshalber mal ab 🙂 Danke!

    Antworten
    • Doreen
      Doreen says:

      Liebe Nele, vielen Dank für Deinen Kommentar.Ich habe mal gelesen, dass unsere Russells zu den „Erdhunden§ gehören und deshalb auch so gerne Erde, Moose usw. fressen. Meiner liebt es nämlich auch sich durch die Wiese zu wühlen und in Erde & Grünzeug zu beißen. Sie sind halt ein bisschen verrückt.
      Ich glaube, wirklich problematisch für den Magen wird es dann, wenn man viel Bällchen wirft oder Schneebälle. Alles andere sollte so ein Hundemagen vertragen, aber manchmal weiß man es nicht.
      Koch der kleinen Zoe mal ein paar warme Haferflocken wenn Ihr lange in der Kälte unterwegs gewesen seid. Vielleicht mag sie sie ja auch so gerne.
      Viele Grüße und bis bald!

      Antworten
  2. Sonja und Albert
    Sonja und Albert says:

    Hallo Doreen
    Sehr Interessanter Bericht. Habe ich noch nie darüber nachgedacht, wahrscheindlich weil unser Dalmi nicht der grosse Schneefresser ist. Und doch wird er auch ab und zu “ ungesunden Schnee “ erwischen.
    Wir werden sicher jetzt uns besser achten wenn sie im Schnee rumtollt. Vorallem die Wiesen in Nähe der Hauptstrassen.
    Weiterhin alles gute und freundliche Grüsse

    Antworten
    • Doreen
      Doreen says:

      Hallo Sonja & Albert, vielen Dank für Euren Kommentar. Bei Euch in der Schweiz hat´s ja sicher viel mehr und öfter Schnee als bei uns. Wahrscheinlich ist dann die Gefahr, verunreinigten Schnee aufzunehmen, dementsprechend höher. Man muss aber auch nicht panisch werden, eben einfach nur dran denken, wenn der Hund sich nach einem Schneespaziergang unwohl fühlt. Dann kann man ja immer noch handeln. Alles Gute Euch und einen schönen Winter weiterhin!

      Antworten

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