Der erste Schnee 2019

 

Endlich ist er da, der erste Schnee 2019. Was für eine Freude! Auch wenn Bayern & Österreich fast im Schnee versinken, so ist es doch für unsere Hunde immer ein ganz besonderes Erlebnis durch den Schnee toben zu können.

Zumindest für meinen 14 jährigen Terrier.

Die letzten Monate sind recht ruhig verlaufen. Stui ist inzwischen richtig tüttelig. Vor allem die Sommermonate machen ihm zu schaffen.

Als wir im Oktober in Richtung Sagres aufgebrochen sind, war mir etwas mulmig zumute. So legte er doch  inzwischen völlig neue, sichtbar komische Verhaltensweisen an den Tag. Tüttelig eben.

In Portugal angekommen, war von seinem fortgeschrittenen Alter allerdings nichts mehr zu spüren. Er sauste über die Strände, Pfoten und Hund flogen mit einem Lächeln im Gesicht über den Sand.

Umso gespannter war ich nun, als diesen Winter der erste Schnee fiel.

Traditionell ist Stui ein absoluter Schnee-Junkie – würde es auch diesen Winter wieder so sein?

Wie erwartet lautet die Antwort natürlich: ja 🙂

Der „Alte“ ist nicht wieder zu erkennen.

Saust und düst über die Wiesen – komplett glücklich und jede Menge Flausen im Kopf.

 

So viel Freude – oder auch ein bisschen gefährlich?

 

So richtig schwierig finde ich Schnee eigentlich nicht, sofern man ein paar Dinge beachtet.

Zu Denken geben mir jedoch immer die Art und Weise wie wir Menschen mit Schnee umgehen, denn Streusalz und Split sind für unsere Hunde ja tatsächlich nicht gut zu vertragen. Man denke bitte auch daran, dass auf den Strassen derzeit auch Reste von Frostschutzmitteln zu finden sind. Diese sollten auf gar keinen Fall in den Hund geraten.

Sobald es in der Stadt geschneit hat, nehme ich mir die Zeit und fahre mit Stui raus auf´s Land in die Natur.

 

Es scheint mir sehr logisch, dass einige Tierärzte vorm „Schneefressen“ warnen, denn gerade der verunreinigte Schnee stellt häufig ein Problem für unsere Vierbeiner dar.

Die sogenannte Schnee-Gastritis ist also vorwiegend die Folge von Verunreinigungen durch Streusalz, Split und Schmutz.

 

Schnee Aufnahme begrenzen

 

Ein „normales“ in den Schnee beißen sollte eigentlich keinem Hund mit normaler Magen-Darm-Funktion schaden, denn im Magen angekommen, hat der Schnee meist schon Körpertemperatur.

Empfindliche Hunde würde ich gar nicht erst animieren mit der weißen Pracht zu interagieren. Mir persönlich fällt das sehr schwer, denn ich habe so einen Hund mit „empfindlichem“ Magen.

Versucht aber wenigstens auf „Schneeball werfen“ zu verzichten. Fang -und Suchspiele würde ich auch sehr begrenzen. Mit jedem, aus dem Schnee geholten „Bällchen“, kommen natürlich auch immer Schnee-Eisbrocken mit.

Ab und an sehe ich dann auch schon mal Hunde mit Maulkorb, dass scheint mir von Fall zu Fall sinnvoll.

 

Wie erkennst Du nun, dass Dein Hund zu viel Schnee gefressen hat?

 

  • Gestörtes Allgemeinbefinden
  • Lautes Magenrummeln / Gurgeln
  • Bauchschmerzen – feste Bauchdecke, reagiert empfindlich auf Berührungen
  • Erbrechen – oftmals nach Nahrungs -oder Wasseraufnahme
  • Fieber
  • Husten

 

Was ist bei einer wahrscheinlichen Schnee-Gastritis zu tun?

 

Der Hund sollte auf jeden Fall Ruhe haben. Kein Stress, keine Hektik.

Wenn Dein Hund es aushält, empfiehlt man ihn 1-2 Tage ohne Futter zu lassen,  um auch dem Magen Ruhe zu gönnen.

Der Hund sollte jedoch ausreichend trinken. Hier würde ich auch mal beruhigende Tee´s anbieten. Kamille, Fenchel, Kümmel sind gut. Der Tee sollte leicht lauwarm und weder zu heiß noch zu kalt sein (Zimmertemperatur).

Später kann man mit kleinen Essens-Portionen beginnen. Meine erste Wahl sind schön durchgekochte, schleimig-lauwarme Haferflocken. Sie werden in Wasser gekocht mit einem Stich Butter. Ich muss dazu sagen, Stui liebt diese Haferflocken stets und ständig. Es gab auch schon Situationen, in denen er so krank war, dass er nicht aus dem Körbchen hoch kam. Da bekam er seine geliebten Haferflocken im Liegen vom Löffelchen, was ihn sehr glücklich gemacht hat.

Nun bin ich mir bewusst, dass sicherlich die wenigsten Hunde Haferflocken mögen (ist das so?). Eine weitere gute Diät-Fütterung ist recht durchgekochter weißer Reis mit Hühnchen und/oder Hüttenkäse. Auch hier ist darauf zu achten, dass das Futter weder zu heiß noch zu kalt ist.

Zur Beruhigung kann zuzsätzlich Heilerde unter das Futter gegeben werden.

 

Medikamente

 

Ich persönlich verabreiche ungern Medikamente. Sollte der Hund sich allerdings nach 1-2 Tagen nicht besser fühlen, würde ich logischerweise einen Tierarzt aufsuchen und die dann wahrscheinliche verordneten Medikamente auch verabreichen.

 

Homöopathen empfehlen bei Gastritis die Gabe von Nux Vomica.

 

 

Sollte Dein Hund also nach einem dieser herrlichen Winterspaziergänge einmal diese Symptome zeigen, dann weißt Du jetzt, wie Du ihn mit Hausmittelchen wieder fit bekommst.

 

Ich wünsche Dir und Deinem Vierbeiner eine schöne Winterzeit!

 

 

Hier gebe ich Tipps für Wintercamping mit Hund. Schau doch mal vorbei.

Hast Du schon einmal Thüringen im Winter besucht? Das solltest Du auf jeden Fall einmal machen, denn Deutschlands Mitte ist relativ schnell erreicht und traumhaft schön!

 

 

 

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Love & Peace, Doreen 

 

 

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